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Juckreiz – Behandlung und Ursachen

Qualvolle Nächte und ein unangenehmes Jucken tagsüber – das plagen häufig Menschen mit juckender Haut. Doch was steckt dahinter?

Juckreiz auf der Haut – Ursachen und Behandlung

Der Juckreiz selbst ist ein Symptom und keine Krankheit. Wird das Jucken länger als sechs bis acht Wochen andauern, spricht man von einer krankhaften Juckreizkrankheit, auch Pruritus genannt. Die Gründe für anhaltenden Juckreiz sind vielfältig: Stoffwechsel-, Nieren-, Leber- oder Schilddrüsenerkrankungen, Schuppenflechte, Neurodermitis oder allergische Reaktionen auf Insektenstiche können die Ursache sein. Auch Arzneimittel wie Antibiotika oder Schmerzmittel können zu anhaltendem Juckreiz führen. Stress und Nervenkrisen begünstigen ebenfalls das Symptom. Bei vielen Menschen ist der Grund für das Jucken aber unbekannt.

Doch was tun gegen den unangenehmen Juckreiz? Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und hängen von der Ursache des Juckreizes ab. Bei Nieren- oder Leberproblemen muss zunächst die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden, damit der Juckreiz gelindert wird. Kortisonpräparate in Form von Salben, Cremes oder Gele können bei Neurodermitis, Schuppflechte und allergischen Hautreaktion lindernd wirken – auch Antihistaminika in Tablettenform sind bei allergischen Reaktionen einsetzbar (siehe Ritzebild „Medikamente gegen Juckreiz“). Bei Verstopfung sollte versucht werden, die Verdauung anzuregen – hierfür empfehlen sich Ballastoffreiche Nahrungsmittel sowie viel Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee. Bei Stress sollte man versuchen, absolute Ruhephasen einzulegem und sich bewusst Zeit für Entspannung zu nehmen. Massagen und Autogenes Training können helfen, den Körper und die Psyche zu entspannem.

Das unangenehme Gefühl des Juckens begleitet viele Menschen tagtäglich – manche nur gelegentlich, andere hingegen chronisch. Neben dem Leidensdruck ist das ständige Kratzen auch noch gefährlich: Die Haut wird gereizt und gerinnt – Bakterien haben leichtes Spiel und es kann zu Infektion

Juckreiz lindern – Tipps bei Hautjucken

Juckreiz ist ein unangenehmes Gefühl, das oft auf eine Hauterkrankung hindeutet. Obwohl Juckreiz oft harmlos ist, kann er sehr quälend sein und zu Kratzen führen, was die Haut noch mehr reizen kann. Juckreiz kann auch ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein.

Wenn Sie unter Juckreiz leiden, sollten Sie zunächst Ihren Arzt konsultieren, um die Ursache festzustellen. Oftmals lässt sich der Juckreiz jedoch auch selbst lindern oder zumindest erträglicher machen. Hier sind einige Tipps:

  • Vermeiden Sie Kratzen, das die Haut nur noch mehr reizen kann. Versuchen Sie stattdessen, den Juckreiz mit kühlenden Umschlägen oder einer weichen Bürste zu lindern.
  • Benutzen Sie milde Seife und Waschmittel und vermeiden Sie ätherische Öle und scharfe Reinigungsmittel. Reinigen Sie die betroffene Stelle nicht zu häufig, da dies die Haut austrocknen und noch mehr reizen kann.
  • Tragen Sie lose Kleidung aus weichem Material wie Baumwolle, um Reibung und Kratzen zu vermeiden. Waschen Sie Kleidung und Bettwäsche regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius, um Bakterien und Schadstoffe zu eliminieren.

Die besten Haushaltsmittel gegen Juckreiz

Juckreiz ist ein unangenehmes Gefühl, das oft durch Hauterkrankungen oder Allergien ausgelöst wird. Menschen mit Juckreiz leiden oft unter Schlaflosigkeit und Müdigkeit.

Es gibt verschiedene Haushaltsmittel, die gegen Juckreiz helfen können. Dazu gehören:

  • Medikamente: Antihistaminika, Kortikosteroide und Immunsuppressiva können Juckreiz lindern. Sie werden von einem Arzt verschrieben.
  • Kühlende Cremes: Cremes mit Menthol oder Kamille können die Haut kühlen und den Juckreiz lindern.
  • Feuchte Umschläge: Feuchte Umschläge mit Eiswürfeln oder feuchten Tüchern können ebenfalls Juckreiz lindern.
  • Natürliche Heilmittel: Kräuter wie Johanniskraut, Kamille oder Salbei können Juckreiz lindern. Sie können als Tee oder Tinktur eingenommen werden.

Das richtige Haushaltsmittel hängt vom Auslöser des Juckreizes ab. Bei allergischen Reaktionen helfen meist Antihistaminika am besten. Bei Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Neurodermitis sind meist Kortikosteroide die beste Wahl. Bei Infektionen der Haut helfen meistAntibiotika oder antivirale Mittel am besten. Immunsuppressiva werden meist bei Autoimmunerkrankungen verschrieben, da sie das Immunsystem unterdrücken und so den Juckreiz lindern können.

Juckreiz bei Neurodermitis – Ursachen und Behandlung

Neurodermititis – auch bekannt als atopic dermatitis – ist eine Hauterkrankung, die vor allem bei Kindern und Jugendlichen vorkommt. Die Haut von Neurodermitikern ist sehr sensibel und reagiert auf äußere Reize oft übermäßig stark. Dies führt zu Juckreiz und Ausschlägen, die wiederum zu Kratzen führen. Durch das Kratzen wird die Haut noch weiter gereizt, was einen Teufelskreis aus Juckreiz und Kratzen auslöst.

Nickelallergie – Ein häufiger Auslöser für Neurodermitis-Schübe ist eine Nickelallergie. Viele Menschen reagieren bereits auf geringe Mengen Nickel, die sie durch berührungsempfindliche Kleidung oder Schmuck in Berührung bringen. Da Nickel in vielen Alltagsgegenständen enthalten ist, kann es schwierig sein, einer allergischen Reaktion vorzubeugen. Behandelt wird eine Nickelallergie in der Regel mit Kortikosteroid-Salben und -Cremes.

Dry Skin Barrier Disorder – Die so genannte „Dry Skin Barrier Disorder“ ist ebenfalls ein häufiger Auslöser für Neurodermitis-Schübe. Dabei handelt es sich um eine Störung der natürlichen Schutzbarriere der Haut, die dafür sorgt, dass Feuchtigkeit in der Haut gehalten wird und Schadstoffe nicht so leicht in die Haut gelangen können. Die Folge ist eine trockene und empfindliche Haut, die anfälliger für Infektionen ist. Behandelt wird eine gestörte Schutzbarriere der Haut in der Regel mit Feuchtinhalationen oder -bädern sowie mit Cremes oder Salben, die die natürliche Schutzbarriere der Haut stärken.

Psychische Belastung – Auch psychische Belastungen können zu Neurodermitis-Schüben führen. Bei Neurodermitikern ist die Haut besonders sensitiv gegenüber Stress und anderen emotionalen Belastungen. Das kann zu Juckreiz und Ausschlägen führen, die den Betroffenen sehr belasten und zu einem Teufelskreis aus Juckreiz und Kratzen führen können. Behandelt wird diese Form der Neurodermitis in der Regel mit Psychotherapie oder Stressbewältigungsmethoden.

Atopischer Juckreiz – Hilfe bei extremem Jucken

Atopischer Juckreiz, auch bekannt als Neurodermititis, ist eines der häufigsten Symptome einer Störung des Immunsystems. Die Krankheit wird durch eine Reaktion des Körpers auf einen Reiz verursacht, der normalerweise harmlos ist. Jedoch kann bei Neurodermitikern die Reaktion des Körpers extrem sein, sodass der Juckreiz unerträglich wird.

Obwohl atopischer Juckreiz zu den häufigsten Hauterkrankungen weltweit gehört, ist die genaue Ursache noch nicht bekannt. Experten glauben jedoch, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Dazu gehören:

  • Angeborene Störungen des Immunsystems
  • Umweltfaktoren
  • Stress und psychische Belastungen
  • Hormonelle Veränderungen
  • Ernährungsfehler

Einige Menschen leiden nur gelegentlich unter leichten Formen von Neurodermitis, bei anderen kann die Krankheit jedoch zu schweren Beschwerden führen. Typische Symptome sind: starker Juckreiz, trockene und rissige Haut, Schwellungen und Entzündungen der Haut. Neurodermitiker leiden häufig unter Schlafstörungen und haben ein erhöhtes Risiko, an Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen zu erkranken.

Die Behandlung von Neurodermitis zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und das Risiko von Komplikationen zu reduzieren. Die wichtigsten Maßnahmen sind: richtige Hautpflege, ausreichende Feuchtigkeit der Haut, Schutz vor Reizen und Allergenen sowie Stressabbau. In schweren Fällen können Medikamente wie Kortikoide oder Antihistaminika eingesetzt werden.

Für Maik ist das Thema Achtsamkeit besonders wichtig. Wichtig bei einem achtsamen Verhalten sich selbst gegenüber, ist die Akzeptanz und Wertschätzung des eigenen Körpers. Sein Wissen dazu teilt er in unseren Ratgebern mit Dir.